Interview-Reihe Teil 11: Fünf Fragen an … Charles Muller

Fünf Fragen an  … Charles Muller, den Intendanten des Théâtre d’Esch

Photo Charles Muller

Was verbindet Sie mit der deutschen Theaterszene?

Ich habe an der Staatlichen Hochschule für Musik & Darstellende Kunst in Stuttgart studiert und war im Engagement in Deutschland und der Schweiz, später habe ich mit dem Inszenieren begonnen und wurde Professor an meiner Hochschule. Nach meinem Weggang ist der Kontakt nie abgebrochen. Das deutsche Theater hat mich zutiefst geprägt. Nie vergessen werde ich die Ära Claus Peyman in Stuttgart, eine höchst kreative Zeit, die mein künstlerisches Schaffen maßgeblich beeinflusst hat.

Waren Sie schon einmal mit einem Gastspiel in Berlin?

Ja, vor 2 Jahren mit meiner Anne Frank am Theater an der Parkaue.

Wie wurde der Kontakt zu LUXEMBURG IST THEATER und zum Theater an der Parkaue hergestellt?

Ich habe den Produktionsleiter des Theaters an der Parkaue, Friedemann Windhorst, im Oktober 2010 in Tel Aviv kennengelernt und wir haben gemeinsame Interessen gefunden. Das Theater an der Parkaue kam dann zu einem Gastspiel nach Esch. Mittlerweile waren es schon 2 oder 3 Gastspiele. Auch die Botschaft von Luxemburg in Berlin hat eine große „Mitschuld“; Frau Ann Muller hat viele Türen geöffnet und Wege geebnet.

Das Theater Esch wird im Berliner Theater an der Parkaue „Kaspar Häuser Meer“ zeigen. Lässt sich die Produktion leicht auf eine andere Bühne übertragen?

Kaspar Häuser Meer war eigentlich schon abgespielt als die Einladung nach Berlin kam. Wir konnten das Bühnenbild gerade noch rechtzeitig retten. Wir haben einige Vereinfachungen vorgenommen, jetzt passt es eigentlich in jedes Theater.

Worauf freuen Sie sich bei diesem Festival ganz besonders?

Das Salz in der Festivalsuppe sind immer noch die Kontakte zu anderen Theaterschaffenden. Nichts geht über das persönliche Gespräch. Da werden meistens neue Projekte geboren und zu vorgerückter Stunde an Utopien gebastelt . . .

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